Gymnasium bei Sankt Stephan

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Nach der Schließung des ehemaligen Jesuitengymnasiums bestand in der Stadt Augsburg kein katholisches Gymnasium mehr. Zahlreiche Augsburg Bürger erreichten schließlich, dass 1828 durch König Ludwig I. das Königlich-bayerische Gymnasium bei Sankt Stephan in den Räumlichkeiten des ehemaligen Damenstifts Sankt Stephan eingerichtet wurde.

Sieben Jahre später, im Jahr 1835, gründete Ludwig I. als Nachfolger der Reichsabtei Sankt Ulrich und Afra die Abtei Sankt Stephan; die Mönche bezogen die Gebäude des ehemaligen Damenstifts und der König betraute die Benediktinermönche mit der Leitung der Schule. Seither ist die Geschichte und Entwicklung der Schule mit derjenigen der Benediktinerabtei untrennbar verbunden. Das Kollegium bestand lange Zeit größtenteils aus Benediktinermönchen.

Das Gymnasium bei Sankt Stephan war aber niemals eine private Klosterschule, sondern ist vom Tag der Gründung an ein staatliches Gymnasium.

Die Lehrkräfte sind zumeist bayerische Beamte und werden vom Staat bezahlt. An der Schule unterrichten nach wie vor Benediktinermönche und sind an der Schulleitung beteiligt. Die Zusammenarbeit zwischen Abtei und Gymnasium ist durch einen Vertrag des Klosters mit dem Bayerischen Staat geregelt.

Gymnasium bei Sankt Stephan in Augsburg


Gymnasium, Kirche und Kloster Sankt Stephan © Gymnasium bei Sankt Stephan

Projekt-Seminar: „Mit Augsburger Antikenschätzen ins digitale Zeitalter”

Frühe Drucke griechischer und lateinischer Klassiker

Ein Projekt des P-Seminars „Mit Augsburger Antikenschätzen ins digitale Zeitalter" des Gymnasiums bei St. Stephan in Augsburg und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg mit einer repräsentativen Buchauswahl von Homer bis Kopernikus für Schüler, Studenten und Interessierte aller Art.

„Mit Augsburger Antikenschätzen ins digitale Zeitalter": Unter diesem Titel übernahmen 14 Schülerinnen und Schüler die Aufgabe, antike Autoren der Griechen und Römer sowie lateinische Verfasser der Neuzeit in möglichst frühen Drucken für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

In einer dankenswerten Kooperation zwischen der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg mit ihrem reichen Bestand an frühen Drucken aus der Zeit ab 1500 und dem humanistisch-musischen Gymnasium bei Sankt Stephan gelang es im Zeitraum eines guten Jahres, von Homer, dem ersten greifbaren Verfasser Europas, bis Kopernikus und Luther einen breiten Bogen an exemplarischen Texten zu schlagen. In über 30 Werken konnte antike Gelehrsamkeit und Dichtkunst mit der Blütezeit des frühen Buchdruckes im 16. Jahrhundert und dem bibliothekarischen, konservatorischen und technologischen Know how einer Sammlungs- und Forschungsbibliothek von heute verknüpft werden.

In die Auswahl sind zudem vier Titel aus dem historischen Bibliotheksbestand der Schulbibliothek des Gymnasiums bei Sankt Stephan eingeflossen.

Die Aufgabe bestand für die Schülergruppe darin, zunächst eine repräsentative Auswahl an verfügbaren Texten zu erstellen. Anschließend musste jeder Druck sinnvoll gegliedert werden, damit anschließend diese Strukturerschließung in eine digitale Navigation überführt werden konnte. Zudem erstellte die Projektgruppe am Scanner der Staats- und Stadtbibliothek die Digitalisate in der bibliothekarisch geforderten Qualität.

Projektpräsentation am Dienstag, 6. März 2018, 19:00 Uhr,
Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Lesesaal

Überblick über die fertiggestellten Digitalisate (mit Beschreibungen)

Zu den Digitalisaten in den Digitalen Sammlungen der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg

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