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Newsletter Nr. 27 (19. März 2021)

Willkommen beim Newsletter der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.
Hier erhalten Sie Informationen zu Veranstaltungen und Ausstellungen sowie allgemeine Informationen zu unseren Angeboten.

 

Liebe Freunde der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg,

ab Montag, 22. März 2021, können wir Ihnen bis auf Weiteres wieder Lesesaalplätze anbieten!

Die Bibliothek öffnet dann montags bis freitags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr den Informationsbereich mit Aus- und Rückgabeschalter und auch den Lesesaal.
Die bekannten Hygienevorschriften gelten wieder, und im Lesesaal müssen wir Sie um Vorabreservierung eines Platzes bitten, per E-Mail (info@sustb-augsburg.de) oder telefonisch (0821 71013-2739). Beachten Sie hier bitte, dass auch an allen Benutzertischen dauerhaft ein FFP2-Mund-Nasen-Schutz ordnungsgemäß getragen werden muss und bringen Sie bitte eigene Schreibutensilien mit.

 

Eine der wichtigsten technikgeschichtlichen Quellen zum Uhrenbau des Spätmittelalters nun digital im Internet

Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg hat eine der wichtigsten technikgeschichtlichen Quellen des Spätmittelalters digitalisiert: Die in Rom um 1485/89 von dem deutschen Uhrmacher, dem aus Augsburg stammenden Frater Paulus Almannus geschriebene und illustrierte „Ars Horologica“ (Uhrmacherkunst), heute als Handschrift 2 Cod 209 hier in der Bibliothek aufbewahrt.
Die außen unscheinbare Handschrift enthält Baupläne und Namen der Uhrmachermeister von 30 Räderuhren – darunter von drei besonders modernen federgetriebenen – römischer Besitzer, häufig Kardinäle, die Almannus dort wahrscheinlich reparierte. Die Zeichnungen der Räder entsprechen meist maßstabsgetreu 1:1 dem Vorbild. Auch finden sich Abpausungen von Zahnrädern. Kurze Beschreibungen erläutern die Illustrationen und nennen etwa die Zahnzahl des jeweiligen Rades und des zugehörigen Antriebs. Die Handschrift stammt vermutlich aus dem Gründungsbestand der Stadtbibliothek.
Zum Volldigitalisat: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:37-dtl-0000001812

Fund eines Brecht-Erstdrucks

Bertolt Brechts (1898–1956) „Lied der Besatzung des Panzerkarrens“, geschrieben im Frühjahr 1942 für die Szenenfolge „Furcht und Elend des Dritten Reichs“ und von ihm selbst in verschiedenen Zeitungen, angeblich auch der „Austro American Tribune“, unter variierenden Titeln (und auch schon in der Großen kommentierten Berliner und Frankfurter Brecht-Ausgabe) veröffentlicht, ist jetzt an unbekannter Stelle und auch noch als deutscher Erstdruck aufgetaucht.
Die von der US-amerikanischen Militärbehörde herausgegebene Zeitung „Stuttgarter Stimme für die deutsche Zivilbevölkerung“, von der zwischen 3. August und 14. September 1945 nur sieben Nummern erschienen sind, ist äußert selten und als Papierexemplar nur in drei deutschen Bibliotheken vorhanden. In der ersten Nummer vom 3. August 1945 befinden sich bislang unbekannte deutsche Erstdrucke zweier literaturgeschichtlich bedeutsamer Texte: Das eben genannte Gedicht unter dem Titel „Lied der Panzerjäger“ von Bertolt Brecht und Walter von Molos (1880–1958) offener „Brief an Thomas Mann“, der eine Debatte um die Thematik der sog. ‚inneren Emigration‘ auslöste. Die Veröffentlichungen beider Dokumente wurden bisher später datiert.

Beste Grüße und bleiben Sie gesund!

Ihr Bibliotheksteam

Impressum

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Schaezlerstraße 25
86152 Augsburg

Gesetzlicher Vertreter: Dr. Karl-Georg Pfändtner
Tel.: +49 821 71013-2739
Fax: +49 821 71013-2732
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URL: www.sustb-augsburg.de
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Newsletter-Redaktion: Dr. Karl-Georg Pfändtner
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Die Staats- und Stadtbibliothek Augsburg ist eine Behörde des Freistaats Bayern. Mittelbehörde ist die Bayerische Staatsbibliothek in München. Oberste Dienstbehörde ist das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in München.

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